Fitness-Mythen: Was du wirklich über Training und Muskelaufbau wissen musst

Eine sportliche Frau führt saubere Kniebeugen mit einer Kettlebell aus.

In der Fitnesswelt kursieren unzählige Mythen. Doch was stimmt wirklich, und was ist nur ein Gerücht? In diesem Artikel räumen wir mit den größten Irrtümern rund um Training, Muskelaufbau und Fettabbau auf und zeigen, wie du effektiv und gesund Fortschritte erzielst.

Wieso entstehen Fitness-Mythen?

Fitness-Mythen entstehen aus wenigen wiederkehrenden Quellen. Auch Einzelfälle oder Anekdoten werden oft verallgemeinert. Fragwürdige Studien oder schlecht interpretierte Forschung laufen in Social Media viral. Das Ergebnis: Aus einer einzelnen Erfahrung wird ein vermeintliches Gesetz. Deshalb ist es wichtig, kritisch zu prüfen, bevor du Zeit und Energie in eine Methode steckst.

Die größten Fitness-Mythen im Check

Es gibt unzählige Fitness-Mythen, die hartnäckig im Umlauf sind. Manche halten dich vom Training ab, andere sorgen dafür, dass du unnötige Fehler machst. Wir gehen acht Fitness-Mythen auf den Grund und zeigen dir, was es mit ihnen auf sich hat.

Dehnen verhindert Muskelkater 

Muskelkater entsteht im Körper durch Mikrotraumen in der Muskulatur und wird nicht zuverlässig verhindert durch langes Dehnen. Unsere Empfehlung ist es daher, ein dynamisches Warm-up vor dem Training und gezielte Mobilitätsarbeit nach dem Training auszuführen. Stretching als Bestandteil der Regeneration und Beweglichkeit ist super, aber es ersetzt keine progressive Belastungssteuerung oder Regenerationsmaßnahmen wie Schlaf und Ernährung.

Vieles Schwitzen deutet auf eine geringe Fitness hin 

Schwitzen ist die natürliche Funktion des Körpers, sich durch die Abgabe von Schweiß über die Haut zu kühlen und die Temperatur zu regulieren, besonders bei Hitze, Anstrengung oder Stress. Schwitzen ist individuell und hängt von Umgebungstemperatur, Hydratation, Genetik und Intensität ab. Gut trainierte Athleten können mehr oder weniger schwitzen. Genaue Aussagen über das Fitnesslevel können daraus jedoch nicht getroffen werden.

Kraftsport ist schlecht für die Gelenke 

Das Gegenteil ist der Fall. Bei einer korrekten Ausführung stärkt Krafttraining die Sehnen, Bänder und Knochen. Probleme entstehen meist durch falsche Technik oder zu hohe Gewichte. Saubere Ausführung, kontrollierte Progression und ausreichende Regeneration schützen die Gelenke langfristig.

Kraftsport hemmt das Wachstum bei Jugendlichen 

Dieser Mythos existiert seit vielen Jahren, ist aber falsch. Die Sorge, Krafttraining würde das Längenwachstum bei Jugendlichen stoppen, ist wissenschaftlich nicht belegt. Richtig dosiertes Krafttraining unter fachlicher Anleitung fördert Kraft, Knochenstärke und motorische Fähigkeiten, ohne das Wachstum zu hemmen. Eine gute körperliche Fitness ist eng mit einer höheren Gehirnleistung und einem größeren Gehirnvolumen verknüpft, was das Lernen und die Entwicklung von Jugendlichen fördert.

Das anabole Zeitfenster nach dem Krafttraining 

Die Idee, man müsse innerhalb von maximal 30 Minuten nach dem Training Proteine zuführen (im anabolen Zeitfenster), ist übertrieben. Die gesamte Tagesration an Proteinen sowie die regelmäßige Proteinzufuhr sind wichtiger für den Muskelaufbau. Nach dem Training macht eine proteinreiche Mahlzeit absolut Sinn, aber Panik ist nicht nötig. Für die meisten reicht eine ausgewogene Mahlzeit innerhalb von 1-2 Stunden optimal.

Die Einnahme von Kreatin schadet den Nieren 

Bei gesunden Erwachsenen ist Kreatin eines der am besten erforschten Supplements und gilt als absolut sicher. Probleme treten vor allem bei Menschen mit bestehenden Nieren­erkrankungen auf. Wenn du unsicher bist, sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt. Kreatin kann sinnvoll sein, wenn du Muskelaufbau oder Leistungszuwachs anstrebst. Denke aber auch daran, dass es kein Ersatz für ein gutes Training und eine ausgewogene Ernährung ist.

Fett kann an gezielten Stellen am Körper abgebaut werden

Auch wenn es wünschenswert wäre, lässt sich gezieltes Fett an Bauch, Hüfte oder Beinen nicht gezielt „wegtrainieren“. Fettabbau erfolgt systemisch durch eine negative Kalorienbilanz (Energieverbrauch > Energieaufnahme) kombiniert mit Muskelaufbau, um die Körperzusammensetzung zu verbessern. Krafttraining hilft, Muskeln zu erhalten/aufzubauen und so den Stoffwechsel zu unterstützen, aber eine lokale Fettverbrennung gibt es nicht.

Krafttraining für Frauen macht sie schnell zu muskulös 

Der Muskelaufbau-Mythos hält immer noch viele Frauen vom Krafttraining ab. Frauen haben hormonell bedingt weniger Testosteron als Männer, weshalb ein massiver Muskelzuwachs nicht möglich ist. Stattdessen sorgt das Training für eine Straffung des Gewebes und eine athletische Silhouette.

Fazit zum Thema Fitness-Mythen

Es existieren viele Fitness-Mythen - lass dich davon aber nicht in die Irre führen. Achte stattdessen auf die essentiellen Grundlagen, die dich wirklich voranbringen: Ein guter Trainingsplan, eine progressive Steigerung im Training und eine proteinreiche und ausgewogene Ernährung. Vertraue nicht blind auf Trends oder Halbwissen, sondern probiere aus, was für dich wirklich funktioniert.

Muskulöser Mann mit definiertem Oberkörper und Sixpack im Fitnessstudio.

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